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Das Museum
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Schon 1983 hatte das Diozesanbuero fuer Sakralkunst ein Depot geschaffen, in dem Kunstwerke aus all den Kirchen des Bistums, die im Laufe der Zeit aus den verschiedensten Gruenden nicht mehr fuer den Kult genutzt wurden, gesammelt und aufbewahrt werden sollten. Diese Einrichtung in den an die Kirche des Heiligen Stefan angrenzenden Raeumen erlaubte es auch, alle Probleme in Hinblick auf die Sicherheit und die Konservierung eben dieser Kunstwerke zu loesen.
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Percorso museale
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Spaeter, im Jahre 1995, wurde mit Unterstuetzung der Region Toskana und unter Mitarbeit der fuer die Kunstschaetze zustaendigen Oberintendanz die notwendige Ausstattung geschaffen, die das Depot in ein wahres Museum verwandelte, welches mit anderen aehnlichen Einrichtungen im Einzugsbereich des Bistums Florenz eine wahre "Perlenkette" fuer die Liebhaber sakraler Kunst darstellt.
Das Museum unterteilt sich in drei Abteilungen. Gleich hinter dem Eingangstor befindet sich ein kleiner Klosterhof mit einem Brunnen aus der Spaetrenaissance und einer gefassten Quelle, auf den die Zellen der Augustinermoenche aus Lecceto herabblicken, einer Brunderschaft, die hier vom 16. bis zum 18.Jhd. ihren Sitz hatte.
Vom Klosterhof aus gelangt man rechter Hand in zwei ineinande uebergehende Raeume. Der erste ist die Abendmahlskapelle mit historischem steinernem Altar. Links und recht zwei bemalte Holzstatuen; der Engel und die Jungfrau der Verkuendigung, Werke des Senesen Mariano Romanelli (um 1395).
Der angrenzende Saal heisst heute "Kapelle der Goldschmiede", waehrend er sich frueher erst "S.Lukas" und dann "S.Eligius-Kapelle" nannte infolge der verschiedenen Neubegruendungen der Bruderschaft. Hier finden wir noch die urspruengliche Einrichtung aus dem 17.Jhd. Hier sind verschiedene Tafelbilder auf Goldgrund ausgestellt, Ende des 14.Jhd. / Anfang des 15.Jhd.; sie stammen aus den Schulen Florentiner. Maler jener Zeit (Giovanni del Biondo, Bicci di Lorenzo, Cenni di Francesco, Maestro della Madonna Straus) und kommen aus verschiedenen Kirchen der naeheren Umgebung. Des weiteren sehen wir hier zwei grosse Gemaelde auf Leinwand; "Rebekka am Brunnen" von Santi di Tito (1602) und "Die Enthauptung des Taeufers" von Filippo Paladini, ein spaet-manieristischer Maler, der auf der Hoehe seines Schaffens besonders in Sizilien taetig war. Schliesslich ein bemaltes Kruzifix aus dem 14.Jhd., das dem "Maestro del Crocifisso Corsi" aus dem Kreis um Taddeo Gaddi zugeschrieben wird.
Im oberen Stockwerk betritt man den wunderchoenen Korridor, der Anfang des 17.Jhd. im Stil der angrenzenden Kirche voellig umgestaltet wurde. Auch hier finden wir viele Tafelbilder auf Goldrund verschiedener Meister des 14. und 15.Jhd. (Maestro di S.Verdiana,Lorenzo di Niccolò Gerini,Maestro della Cappella Medici,Puccio di Simone,Giovanni del Biondo,u.a.) In einigen kleinen Nebenraeumen sind kostbare Goldschmiedearbeiten ausgestellt sowie eine “Madonna mit Kind” aus Marmor die Nino Pisano zugeschrieben wird.
Vom Korridor aus betritt man die ehemalige Sakristei in der wir zwei Kirchenbaenke aus der Reinassance, reich mit Intarsien verziert, bewunderr koennen, auf denen grossartige Werke der Goldschmiedekunst und zwei kostbare Buesten ausgestellt sind: eine in Silber des Heiligen Cresci von Holzmann und eine in bronze von Pietro Tacca (1630). An den Waenden einige Meisterwerke: "Madonna mit den Kinde und Engeln", ein Jugendwerk Giottos (1288 – 1290), aus der Kirche des Heiligen Georg alla Costa; eine Predelle des Paolo Uccello: "Die Anbetung der Heiligen Drei Koenige" aus dem 15.Jhd., ein Tafelbild "Der Heilige Giuliano" des Masolino (1420). Ausserdem zahlreiche Tafelbilder aus dem 14. bis zum 16.Jhd., die die Jungfrau mit dem Kind und Heiligen darstellen von verschiedenen Kuenstlern wie Domenico di Michelino, Lorenzo di Niccolò Gerini u.a. Ausserdem zwei "Verkuendigungen", eine von Bicci di Lorenzo und die andere von Maestro della Madonna Straus. Schliesslich vier Statuen aus Holz, einem Kuenstler aus dem Kreis um Orcagna zugeschrieben, die die "Leidtragenden" darstellen (14.Jhd.). Waehrend man einen letzen Treppenabsatz emporsteigt findet man in einer Nische eine Weihnachtskrippe aus bemalter Terracotta aus der Reinassance, die der Werkstatt des Buglioni zugeschrieben wird; besonders schoen die Statuen der Madonna und des Heiligen Joseph.
Der letzte kleine Saal beherbergt, nach einem Vorraum mit einer Sammlung von Darstellungen von Moenchsgewaendern aus dem 17.Jhd., einige Messgewaender und in einer Vitrine ein Messbuch aus dem 18.Jhd. und ein mit Miniaturen geschmuecktes Choralbuch aus dem 14.Jhd. Und schliesslich sehen wir rechter Hand den grossen Altarteppich (paliotto) aus der angrenzenden Kirche des "Heiligen Stefan an der Bruecke" aus dem Barock mit Silber – und Goldstickereien und zwei kleinen Tafeln in gehaemmertem Silber.
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Kapelle der Goldschmiede
Korridor
Sakristei
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